Nur noch kurz die Welt retten

Meine Klimabilanz ist gut. Jedenfalls dort, wo ich ganz einfach etwas für Klima und Umwelt tun kann. Und die Betonung liegt auf „einfach“. Also: Mit dem Rad zum Bäcker, Auto bleibt in der Garage. Regionales Obst und Gemüse statt Erdbeeren im Winter. Licht aus, Fernseher vom Standby nehmen, Nudelwasser mit Deckel kochen. Einfach. Nicht immer bequem, aber einfach. Und mein Gefühl sagt mir: gut gemacht!

Jetzt gehen die Klimaziele der Stadt Tübingen aber weit über Fahrrad und Nudelwasser hinaus. Und das ist gut so. Denn über Fahrrad und Nudelwasser lacht sich der Klimawandel ins Fäustchen. Nein, wir wollen auch kleine Beiträge zum Klimaschutz nicht schmälern. Aber seien wir ehrlich: Wenn wir den Klimawandel stoppen möchten, braucht es schon mehr, als ein kleines Kratzen an unserer Komfortzone.


Ziel ist, die installierte Leistung der Photovoltaik bis 2030 auf 200 MW-peak zu erhöhen, indem Dach- und Fassadenflächen, sonstige bereits versiegelte Flächen und ggf. geeignete Freiflächen konsequent genutzt werden. Der in Tübingen erzeugte Strom aus Photovoltaik soll damit auf 200 GWh/a gesteigert werden.

Aus dem Klimaschutzprogramm der Universitätsstadt Tübingen, https://www.tuebingen.de/Dateien/fortschreibung_klimaneutral_anlage1.pdf

Ja, und jetzt?
Was, wenn ich das eingesehen habe? Für gut befinde, das ganz große Rad mitdrehen möchte? Und dann nicht mehr weiterkomme? Sprechen wir über das Thema Stromerzeugung. Wer kennt sich damit aus, wer erinnert sich noch an Details aus dem Physikunterricht und kennt obendrein die Zusammenhänge des Strommarktes? Klar, erneuerbare Energien sind in aller Munde. Aber wer weiß denn wirklich, wie das mit dem grünen Strom funktioniert. Und: Muss ich das überhaupt wissen? Die gute Nachricht: So kompliziert ist das gar nicht und rechnen tut es sich allemal. Dazu aber später mehr.

Auf Tübingens Dächer finden sich heute schon viele PV-Elemente. Und doch ist noch Luft nach oben.


Sauberen Strom kaufen oder selber machen
Ökostrom – am besten bei den Stadtwerken Tübingen – bestellen ist sicher mal ein erster guter Schritt. Den übrigens noch viel mehr Tübingerinnen und Tübinger gehen könnten. Aber auch der Ökostrom kommt nicht einfach aus der Steckdose. Wir haben wenig Windkraftpotenzial im Südwesten, Wasserkraft ist erschöpft und ein Ausbau unter Naturschutzaspekten nicht erstrebenswert. Hier bei uns vor Ort bleibt meist nur die Sonnenenergie. Viele Häuslebauer nutzen die Kraft der Sonne schon fürs warme Wasser und zum Heizen. Das ist nämlich eine Möglichkeit, die Energieeinsparverordnung beim Hausbau einzuhalten. Solarthermie heißt das Prinzip.

Aber Strom? Also Photovoltaik, was übersetzt soviel heißt wie direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie. Kompliziert, aufwendig, lohnt sich nicht. Damit ist das Thema beim Hausbau – der ohnehin schon kompliziert genug ist – vom Tisch. Doch genau das muss nicht sein. Denn zum einen lohnt sich PV finanziell. Zum anderen müssen schlichtweg alle PV-Potentiale ausgeschöpft werden, alle geeigneten Dächer mit PV belegt werden, um die Energiewende weiter voranzubringen. Und, um die Klimaziele der Stadt Tübingen zu erreichen.

Tübingen strebt nach oben.

Tübingen verfolgt große Ziele. Sehr große.
Wir haben mal gerechnet. Um das Klimaziel der Stadt Tübingen zu erfüllen, müssten bis 2030 JÄHRLICH 20 Megawatt (MWp) zugebaut werden. Zur besseren Einordnung: Aktuell sind rund 14 MWp installiert. Jetzt wird’s interessant: Wir als Stadtwerke und echter Energie-Profi schaffen bei sehr optimistischer Planung ein Zehntel davon – und das ist für uns als Unternehmen keine Kleinigkeit. Fehlen trotzdem neun Zehntel. Oder anders gesagt: Die restlichen 90 Prozent müssen WIR ALLE bringen. Wir, das sind die Tübinger Unternehmen, Vereine, Bürgerinnen und Bürger. Du und ich. Und da kommt die PV-Anlage auf dem eigenen Dach wieder ins Spiel.

In der Praxis geht das so:
PV-Anlage aufs Dach und schon kommt der eigene Strom aus der Steckdose? Ganz einfach, wie der Salat aus dem Garten und der Apfel vom Gütle?  Nicht ganz – aber fast. Eben weil die ganze Angelegenheit für Laien kompliziert ist, übernehmen wir die Planung für Euch: Bei den Stadtwerken Tübingen gibt es das PV-Komplettpaket, Solarenergie für Dummies sozusagen. Wir nennen das „swt-Energiedach“. Für eine geringe Pacht übernehmen wir Finanzierung, Montage und Wartung der Anlage. Dafür nutzt der Hausbesitzer den erzeugten Strom kostenlos in seinem Eigenheim. Wer nicht pachten möchte, kann das swt-Energiedach auch kaufen.

Ist das Dach geeignet? Diese Frage beantworten unsere Experten ganz individuell.

Übrigens: Erzeugter Strom, der nicht selbst verbraucht wird, speisen wir – gegen eine Vergütung – in das Stromnetz ein. Und wenn die Anlage einmal nicht genügend Strom für das Eigenheim produziert, beziehst Du einfach Strom aus dem Netz. Dadurch kannst Du sicher sein, jederzeit mit ausreichend Strom versorgt zu werden. Wer Interesse an einem swt-Energiedach hat, ist bei den Kolleginnen und Kollegen der Abteilung Erneuerbare Energien gut aufgehoben. Dort gibt’s die Erstberatung gratis: meinzuhause@swtue.de

Julian Klett ist der richtige Mann für die großen Klimaziele.

Fassen wir zusammen:
Die Klimaziele der Stadt Tübingen sind sportlich. Sehr sportlich! Selbst wenn alle theoretischen PV-Potenziale ungeachtet ihrer Wirtschaftlichkeit ausgeschöpft werden. Selbst wenn Unternehmen ihren Teil beitragen. Auch dann, wenn jedes Vereinsheim, jedes Lagergebäude und jede Turnhalle in Tübingen Strom auf dem eigenen Dach erzeugt. Und ja: Auch dann noch, wenn jeder Privatmann und jede Privatfrau über eine PV-Anlage auf dem Dach nachdenkt. Das Ziel ist immer noch hoch gesteckt. Und ja: Es ist fraglich, ob die PV-Leistung bis 2030 in Tübingen wirklich auf 200 MW-peak erhöht werden kann. Aber es ist möglich. Und wann, wenn nicht jetzt, nehmen wir den Klimawandel endlich ernst genug, um auf solche Ziele hinzuarbeiten? Um uns nicht mehr nur mit Fahrrad und Nudelwasser zu beschäftigen? Wir bieten Euch das passende PV-Paket. Fachwissen haben wir, braucht Ihr nicht. Keine Ausreden mehr. Und jetzt: Lasst uns gemeinsam was draus machen!

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